Über 88'000 Menschen haben dieses Jahr an der Online-Abstimmung zur Wahl des übelsten Unternehmens des Jahres teilgenommen - vielen Dank! Den Online-Preis hat der brasilianische Minen- und Energiekonzern VALE errungen, der Jurypreis ging wegen Nahrungsmittelspekulation an die britische Bank BARCLAYS .
Kampagne "Recht ohne Grenzen": Lorenz Keiser greift durch.
Manche Schweizer Konzerne verstossen im Ausland gegen Menschenrechte und Umweltstandards. Der Kabarettist Lorenz Keiser hat deshalb für die von der EvB unterstützte Kampagne „Recht ohne Grenzen“ einen spektakulären Test gemacht - aber sehen Sie selbst!
50 Jahre Paraquat:Syngenta missachtet Menschenrechte.
Am 10. Dezember war Menschenrechtstag. Einen Tag zuvor machte die Erklärung von Bern mit Inseraten und einer Protest-Aktion auf die vielen Opfer von Syngentas hochgiftigem Topseller "Paraquat" aufmerksam. Seit 50 Jahren gefährdet das Pestizid weltweit Gesundheit und Umwelt. Eine neue brisante Studie belegt nun: Syngenta missachtet Menschenrechte.
Nestlé will Kinderarbeit aus Kakao-Lieferkette verbannen
Am 28.11. kündigte Nestlé eine Partnerschaft mit der Fair Labor Association (FLA) an. Diese soll dem Konzern dabei helfen, gegen Kinderarbeit im Kakaoanbau vorzugehen. Als erste konkrete Massnahme werden im Januar 2012 FLA-ExpertInnen Nestlés Kakaolieferkette in der Elfenbeinküste unter die Lupe nehmen und Vorschläge machen, wie allfällige Menschenrechtsverletzungen behoben werden können.
Nach den Banken geraten nun auch die Schweizer Rohstoffhändler ins Visier der Europäischen Union. Dem vom Korruptionsexperten Mark Pieth erhobenen Vorwurf der Geldwäscherei in dieser Branche ergänzt EU-Kommissar Michel Barnier gegenüber dem TV-Magazin 10vor10: „Wir fordern auch von Schweizer Rohstoffunternehmen, dass sie ihre Geldflüsse offen legen.“
Wie Syngenta versucht, unangenehme Fakten zu verdrehen
Während Paraquat in den Entwicklungsländern nach wie vor einen Verkaufsschlager darstellt, ist es in der Schweiz bereits seit 1989 nicht mehr zugelassen. Die Gründe hierfür versuchte Syngenta lange zu verschleiern. Urs Niggli, Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in Frick, der vor zwanzig Jahren über das Verbot von Paraquat in der Schweiz entscheiden musste, erklärt, weshalb Syngenta wenig an Aufklärung gelegen ist.